Breites Bündnis fordert Bundestag und Länder auf: Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!

 

KIEL Ein breites Bündnis von mehr als 100 Organisationen fordert in einem gemeinsamen Appell die Bundestagsfraktionen und die Bundesländer auf, sich bis zur Sommerpause auf ein Gesetz zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz zu einigen, das den Ansprüchen der UN-Kinderrechtskonvention gerecht wird.

 

DKSB SH Vorstandsmitglied Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer fordert: „Der aktuell vorliegende Gesetzentwurf der Bundesregierung ist leider nur ein schwacher Kompromiss und bleibt hinter der von Deutschland unterschriebenen UN-Kinderrechtskonvention, der EU-Grundrechtecharta und der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts weit zurück. Um eine Stärkung der Rechte von Kindern zu erreichen, muss der Formulierungsvorschlag im parlamentarischen Verfahren dringend nachgebessert werden. Kinderrechte mit allen Beteiligungs-, Förder- und Schutzrechten sowie eine vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls bei allen Entscheidungen, die Kinder betreffen, müssen Verfassungsrealität werden – und das ohne Einschränkungen und als eigener Absatz im Grundgesetz.“

 

DKSB SH Fachreferentin für Kinderrechte und Partizipation Nina Becker erklärt: „Die Basis der Arbeit des Kinderschutzbundes sind die UN-Kinderrechte. Kinderrechte – werden sie vollumfänglich gelebt – schützen und stärken Kinder und Jugendliche und fördern demokratische Prozesse. Unsere Erfahrung zeigt darüber hinaus, dass eine bewusste kinderrechtsbasierte Pädagogik auch von Fachkräften als gewinnbringend erlebt wird und die Qualität der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen deutlich verbessert. Die vollumfängliche Umsetzung der UN-Kinderrechte ist ein wichtiger Schritt für eine zeitgemäße Gesellschaft.“

 

Der gemeinsame Appell „Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!“ mit einer Liste

aller unterzeichnenden Organisationen kann hier heruntergeladen werden.

 

  1. März 2021

 

 

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